Anfang des Jahres äussert meine bessere Hälfte den Wunsch nach Kuba zu reisen. Er möchte dieses Land erleben bevor es sich wegen seiner politischen und wirtschaftlichen Öffnung zu den  USA stark verändert. Nach dem Heiratsantrag steht fest: es wird unsere Hochzeitsreise.

Auch wenn ich mich mit diesem Land im Vorfeld literarisch befasst habe  trifft mich der "Kulturschock" immens. Unser Hotel mit Frühstück ist gut und wir erfahren, dass dieses Haus in den 50 Jahren die Mafiahochburg Havannas gewesen ist. 

Havanna ist laut und natürlich sehr bunt und mein Mann kommt mit den  Verhältnissen deutlich besser klar als ich .Leider gebe ich ab und an  die wohlstandsverwöhnte Deutsche, die manches Mal das Heulen zurückhalten muss, wenn die Suche nach einem "Bano" (Klo) sich als Odyssee herausstellt, da nur die guten Hotels über fließend Wasser verfügen. Überall riecht es unangenehm und der Müll liegt an den Straßen und den Hauseingängen. Auch wenn Kuba eine gute Gesundheitsversorgung besitzen soll zeigt sich die Armut der Bewohner abseits der Touristenstraßen sehr deutlich.

Trotzdem verbringen wir einen sehr interessanten und wunderbaren Urlaub.

Wir essen gut und günstig und sehen dank mehrerer geführten Busausflüge auch andere Teile des Landes.

Der schönste Tag des Urlaubes ist jedoch der Tag an dem  wir mit unserer Facebook-Bekanntschaft Jose A. Rey (ReyCubaPhotography) und seiner zauberhaften Frau Laura  einige Stunden mit gemietetem Oldtimer-Cabrio durch die Stadt fahren und Honeymoon-Portraits machen.

Sicherlich werden wir in einigen  Jahren dieses Land noch einmal besuchen um zu erleben ob und wie es sich mit seiner zunehmenden Öffnung gegenüber der restlichen Welt  verändert hat.